Перейти к контенту

Корзина

Корзина пуста

Single Origin ist uns nicht genug.

Sieben außergewöhnliche Specialty Cacaos aus Mexiko – ergänzt durch zwei handgeschöpfte Schokoladen aus zwei dieser Herkünfte. Jeder stammt aus einem einzelnen Cacaotal, von einer konkreten Familie und aus klar definierter Kakaogenetik. Wir handeln direkt mit den Menschen, die ihn anbauen, und kennen Herkunft und Verarbeitung bis ins Detail.

Single Farm · Single Bean · Direct Trade · Transparent bis zum Lot

Entdecke, was Specialty Cacao für uns bedeutet ↓

La Chontalpa – Отборное какао премиум-класса
La Chontalpa – Отборное какао премиум-класса Цена по акцииОт €7,50 (€250,00/кг)
(4.6)
Selva Zoque – Дикое какао премиум-класса
Selva Zoque – Дикое какао премиум-класса Цена по акцииОт €8,00 (€266,67/кг)
(4.9)
ALMA BLANCA – Исконный сорт какао, выращенный женскими руками
Ixchak – Изысканная какао-паста из индейских традиций и женских рук
Соконуско – дикий сорт какао из естественного лесосада
Huimanguillo – паста из благородного какао от кооператива сапатистов
TABASCO · Almendra Blanca – Grand Cru Schokolade 70 %
CHIAPAS · Soconusco – Grand Cru Schokolade 70 %
Blanco Jaguar geschnitten Zeremonieller Kakao kaufen Mangroovia weißer Criollo porcelana cacao de mexíco aus mexiko

Kakao hat eine Adresse.

„Single Origin“ klingt präzise. Oft bezeichnet es aber nur ein Land oder eine größere Region. Für uns ist das erst der Anfang.

Wir wollen wissen, wo ein Kakao wächst, wer ihn anbaut und welche Bohne dahintersteht. Denn Genetik, Boden, Mikroklima, Anbau und Verarbeitung prägen seinen Charakter.

Deshalb verfolgen wir unsere Specialty Cacaos bis zu ihrem Ursprung zurück: zum Cacaotal, zur Familie und zur einzelnen Kakaosorte.

Alma und ihre Mutter – Anbaupartnerinnen des weißen Criollo Zeremoniekakaos

Alma & ihre Mutter · Comalcalco, Tabasco

ALMA BLANCA

Alma und ihre Mutter pflegen in Comalcalco einen kleinen Agroforstgarten mit sorgfältig selektiertem Weißmandel-Criollo. Durch diese konsequente Selektion entsteht ein besonders klar definierter, eleganter Kakao mit sehr eigenständigem Profil.

Ixchak - Lili im Agroforstgarten I Mangroovia

Lili & Familie · Comalcalco, Tabasco

IXCHAK

Auf Lilis Cacaotal in Comalcalco wächst ein genetisch komplexerer Single-Bean-Kakao. Weißmandel-Criollo und trinitarioartige Merkmale prägen IXCHAK und zeigen, wie unterschiedlich Kakao selbst innerhalb derselben Region ausfallen kann.

Nestor with father Don Maclovio-La Chontalpa I Mangroovia

Néstor & Vater Don Maclovio · Cárdenas, Tabasco

LA CHONTALPA

Auf dem Cacaotal von Don Maclovio und Néstor wird Kakao seit Generationen angebaut. Traditionelles Wissen, alte Bestände und sorgfältige Selektion prägen La Chontalpa.

Anita · Huimanguillo, Tabasco

HUIMANGUILLO

Huimanguillo stammt von Anita, einer Produzentin innerhalb der Red de Cosechas Kooperative. Der Kakao bleibt bis zu ihrer Farm rückverfolgbar und wächst in artenreichen Agroforstsystemen. Ein echter Zapatista Kakao.

Don Margarito_Kakaorockstar bei Mangroovia

Don Margarito · Ostuacán, Chiapas

SELVA ZOQUE & BLANCO JAGUAR

Auf Don Margaritos Cacaotal wachsen mehrere außergewöhnliche Kakaotypen im Waldsystem. Selva Zoque und Blanco Jaguar entstehen auf derselben Farm – gleiche Umgebung, aber unterschiedliche genetische Linien.

Soconusco Zeremoniekakao – alte Kakaosorte Amelonado Soconusco

Finca 4 Hermanos · Soconusco, Chiapas

SOCONUSCO

Auf der Finca 4 Hermanos wächst ein regional geprägter Specialty Cacao in einer der traditionsreichsten Kakaolandschaften Mexikos: der Amelonado Soconusco.

Nicht jede Kakaobohne ist gleich.

Wer sich mit hochwertigem Edelkakao beschäftigt, stößt schnell auf Begriffe wie Criollo, Forastero oder Trinitario. Sie werden bis heute häufig verwendet – bilden die tatsächliche genetische Vielfalt von Kakao aber nur unzureichend ab.

Moderne genetische Untersuchungen zeichnen ein deutlich komplexeres Bild. In einer viel beachteten Studie wurden mehr als 1.200 Kakaoproben aus Lateinamerika genetisch untersucht. Statt der traditionellen groben Einteilung konnten zehn klar unterscheidbare genetische Populationen identifiziert werden. Criollo bildet dabei tatsächlich einen eigenen genetischen Cluster. Der Begriff Trinitario dagegen ist historisch gewachsen und wurde ursprünglich für Kreuzungen zwischen Criollo und sogenannten Forastero-Kakaos verwendet. Er ist keine der zehn genetischen Populationen dieser modernen Klassifikation.

Kakao ist also wesentlich vielfältiger, als es die klassischen Handelsbegriffe vermuten lassen.

Hinzu kommt: Theobroma cacao ist eine Pflanze mit ausgeprägter genetischer Variabilität. Kreuzbestäubung, natürliche Selektion und die über Generationen gewachsenen Bestände eines Cacaotals führen dazu, dass selbst innerhalb einer eng begrenzten Herkunft unterschiedliche genetische Merkmale auftreten können.

Genau das erleben wir auch bei unseren Partnern in Mexiko. Alma Blanca ist das Ergebnis einer besonders konsequenten Selektion von Weißmandel-Criollo. Bei IXCHAK finden wir dagegen innerhalb eines klar abgegrenzten Cacaotals einen genetisch komplexeren Kakao, in dem Weißmandel-Criollo ebenso sichtbar wird wie Merkmale, die traditionell als trinitarioartig beschrieben würden. Auch Blanco Jaguar von Don Margarito ist ein selektierter Weißmandel-Criollo – genetisch und sensorisch jedoch nicht identisch mit Alma Blanca.

Was bedeutet dann Single Bean?

Mit Single Bean Kakao meinen wir bei Mangroovia keine genetische Monokultur.

Wir meinen einen Kakao, dessen Bohnen aus einem klar abgegrenzten Bestand auf einer konkreten Farm bzw. einem Cacaotal stammen, gemeinsam selektiert und verarbeitet werden und nicht mit Bohnen der gleichen oder anderer Farmen sowie Herkünften vermischt werden.

Damit gehen wir bewusst weiter als eine reine Herkunftsangabe.

Single Origin sagt uns, woher ein Kakao grundsätzlich kommt.
Single Farm führt uns bis zu einer konkreten Farm oder einem Cacaotal.
Single Bean beschreibt zusätzlich den klar abgegrenzten Bestand und die Selektion, aus der dieser Kakao entsteht.

Für uns ist das ein wesentlicher Bestandteil von Specialty Cacao: Wir wollen nicht nur wissen, aus welchem Land oder welcher Region ein Kakao stammt. Wir wollen verstehen, welche genetischen Besonderheiten in ihm stecken, wer ihn selektiert und wie dieser konkrete Bestand bewirtschaftet und verarbeitet wird.

Doch Genetik allein macht noch keinen außergewöhnlichen Kakao.

Auch die internationale Qualitätsforschung betrachtet Geschmack und Qualität als Ergebnis eines Zusammenspiels: Kakaogenetik, Anbaupraktiken, Umweltbedingungen und Verarbeitung greifen ineinander. Boden, Mikroklima, Schatten, Ernte, Fermentation und Trocknung entscheiden mit darüber, welches sensorische Potenzial einer Bohne am Ende tatsächlich sichtbar wird.

Genau deshalb verstehen wir Specialty Cacao nicht als Sortenbezeichnung, sondern als einen Weg, Kakao genauer zu betrachten – von seiner Genetik über das einzelne Cacaotal bis zur Verarbeitung und zum Geschmack.

TERROIR & AGROFORST

Das Cacaotal ist Teil des Geschmacks.

Genetik gibt einem Kakao sein Potenzial. Wo und wie der Baum wächst, entscheidet mit darüber, was daraus werden kann. Boden, Schatten, Mikroklima, Biodiversität und die Arbeit der Menschen bilden gemeinsam das Terroir eines Cacaotals.

Alter Baumriese mit Wurzel & Boden im Cacaotal von Nestor I Mangroovia

1. Boden

Qualität beginnt unter unseren Füßen. Bodenstruktur, organische Substanz sowie Wasser- und Nährstoffversorgung bestimmen mit, unter welchen Bedingungen ein Kakaobaum wächst. In vielfältigen Agroforstsystemen schützen Wurzeln, Laub und Bodenbedeckung vor Erosion und unterstützen natürliche Nährstoffkreisläufe.

Für uns beginnt hochwertiger Kakao deshalb nicht erst bei Fermentation oder Röstung. Er beginnt im Boden.

Schatten und Mikroklima im Cacaotal von Don Margarito I Mangroovia

2. Schatten & Mikroklima

Ein Kakaobaum wächst nicht allein. Große Bäume spenden Schatten, andere Pflanzen strukturieren das Cacaotal und beeinflussen Temperatur, Feuchtigkeit, Licht und Wasserhaushalt.

So entwickelt jeder Standort sein eigenes Mikroklima. Selbst nahe beieinanderliegende Cacaotales können dadurch sehr unterschiedliche Bedingungen schaffen – und damit auch unterschiedliche Voraussetzungen für Aroma und Qualität.

Baumriese im Cacaotal von Nestor (La Chontalpa) I Mangroovia

3. Biodiversität

Ein Cacaotal ist ein lebendiges System. Schatten- und Fruchtbäume, Bodenpflanzen, Insekten, Vögel, Pilze und Mikroorganismen übernehmen unterschiedliche Aufgaben – von Bestäubung und Zersetzung organischen Materials bis zu Bodenaufbau und Nährstoffkreisläufen.

Deshalb wächst unser Kakao nicht in sterilen Monokulturen, sondern in Waldgärten und vielfältigen Agroforstsystemen.

Don Margarito selektiert und kontrolliert seine Ernte I Mangroovia

4. Wissen & Selektion

Terroir braucht Menschen. Erfahrung entscheidet nicht nur bei der Ernte, sondern auch danach: Welche Früchte sind reif? Wie wird fermentiert? Wann müssen die Bohnen gewendet werden? Wie schnell sollen sie trocknen?

Diese Entscheidungen prägen Aroma und Qualität entscheidend. Vieles davon entsteht nicht aus einem Handbuch, sondern aus jahrelanger Beobachtung, Erfahrung und Wissen über den eigenen Kakao.

ERNTE & VERARBEITUNG

Nach der Ernte entscheidet sich, was aus der Bohne wird.

Genetik und Terroir geben einem Kakao sein Potenzial. Wie viel davon später im Geschmack ankommt, entscheidet sich zu einem großen Teil nach der Ernte. Reifegrad, Fermentation, Trocknung und Selektion greifen dabei ineinander.

Kakaoernte Mexico I Mangroovia

SCHRITT 1

Ernte zum richtigen Zeitpunkt

Die Qualität beginnt mit reifen, gesunden Früchten. Denn Reifegrad und Ausgangsmaterial bestimmen mit, wie sauber die anschließende Fermentation verlaufen kann.

SCHRITT 2

Öffnen & Fruchtfleisch

Nach der Ernte werden die Früchte geöffnet. Die Kakaobohnen liegen jetzt noch eingebettet in ihrer weißen, süßen Pulpa. Deren Zucker bildet die Grundlage für die anschließende Fermentation.

Bereits hier können beschädigte oder ungeeignete Bohnen aussortiert werden. Qualität entsteht also nicht erst am Ende, sondern durch viele kleine Entscheidungen entlang des Prozesses.

Fermentation Kakaobohnen Selva Zoque I Mangroovia

SCHRITT 3

Fermentation

Während der Fermentation bauen Mikroorganismen den Zucker der Pulpa ab. Die Temperatur steigt, und in der Bohne beginnen tiefgreifende Veränderungen, die Bitterkeit, Adstringenz und die spätere Aromaentwicklung beeinflussen.

Eine gute Fermentation entwickelt das Potenzial eines Kakaos weiter – sie kann fehlende Qualität aber nicht ersetzen.

Trocknung Kakaobohnen Selva Zoque I Mangroovia

SCHRITT 4

Kontrolliertes Trocknen

Nach der Fermentation werden die Bohnen ausgebreitet und schrittweise getrocknet. Dabei sinkt ihre Feuchtigkeit, während sich die während der Fermentation angestoßenen Prozesse weiter stabilisieren.

Die Bohnen werden regelmäßig gewendet und kontrolliert. Zu schnelles, zu langsames oder ungleichmäßiges Trocknen kann Aroma und Qualität beeinträchtigen. Deshalb ist auch dieser Schritt weit mehr als bloßes „Trocknen in der Sonne“.

Qualitätskontrolle Kakaobohnen I Mangroovia

SCHRITT 5

Prüfen & selektieren

Nach dem Trocknen wird der Kakao geprüft und sortiert. Größe, Zustand, Feuchtigkeit und das Schnittbild der Bohnen geben wichtige Hinweise auf Fermentation und Verarbeitung.

Doch ein Cut Test allein erzählt nie die ganze Geschichte. Farbe und Struktur einer Bohne hängen auch von Genetik und Post-Harvest ab – entscheidend ist am Ende, wie sich der Kakao sensorisch zeigt.

VERARBEITUNG

Von der Bohne zur Kakaopaste.

Nach Trocknung und Qualitätskontrolle ist die Arbeit am Ursprung noch nicht beendet. Rösten, Schälen, Vermahlen und Temperieren bestimmen mit darüber, wie sich das zuvor entstandene Aromapotenzial schließlich in unserer 100-%-Kakaopaste zeigt.

Rösten der Kakaobohnen I Mangroovia

SCHRITT 6

Schonend rösten & schälen

Unsere Specialty Cacaos rösten wir bewusst kurz und moderat – typischerweise 10–12 Minuten bei etwa 110–120 °C. Ziel ist nicht, der Bohne einen starken Röstgeschmack aufzudrücken, sondern ihr vorhandenes Aromapotenzial weiterzuentwickeln und feine Herkunftsnoten möglichst klar zu erhalten.

Anschließend werden die Bohnen gebrochen und im Winnower von ihren Schalen getrennt. Übrig bleiben die Kakaonibs – der aromatische Kern der Bohne.

Kakaonibs werden zu Masse vermahlen I Mangroovia

SCHRITT 7

Langsam zur Kakaomasse

Nach dem Rösten und Schälen werden die Kakaonibs 24–48 Stunden auf traditionellen Granitsteinmühlen fein vermahlen. Dabei werden die Zellstrukturen der Nibs aufgebrochen, die natürlich enthaltene Kakaobutter tritt aus und aus den festen Nibs entsteht nach und nach eine fließende, fein strukturierte Kakaomasse.

Wir geben diesem Prozess bewusst Zeit. So entsteht aus der Bohne eine reine 100-%-Kakaomasse, in der sich Herkunft und Aromaprofil des jeweiligen Kakaos unmittelbar zeigen.

Temperieren der Kakaomasse auf Granitstein I Mangroovia

SCHRITT 8

Temperieren & Formen

Nach dem Vermahlen wird die flüssige Kakaomasse temperiert. Durch kontrolliertes Erwärmen und Abkühlen wird die Kakaobutter in eine stabile Kristallstruktur gebracht.

Anschließend wird die Masse in ihre endgültige Form gebracht. Das Temperieren sorgt dafür, dass die Kakaopaste sauber aushärtet, einen schönen Bruch bekommt und während der Lagerung stabil bleibt. Erst jetzt wird aus der fließenden Kakaomasse unsere fertige 100-%-Kakaopaste.

 GESCHMACK & SENSORIK

Kakao schmeckt nicht einfach nur nach Kakao.

Zwei Kakaos können beide aus 100 % Kakaobohnen bestehen – und trotzdem völlig unterschiedlich schmecken. Herkunft, Genetik, Terroir und Verarbeitung zeigen sich schließlich dort, wo alles zusammenkommt: im Geschmack.

Professionelle Verkostungen unterscheiden deshalb neben dem eigentlichen Kakaoaroma auch Säure, Bitterkeit und Adstringenz sowie zahlreiche ergänzende Aromengruppen – von Frucht und Blüten über Gewürze und Nüsse bis zu Karamell- und Holznoten. 

Frucht & Säure

Kakao kann an Beeren, Zitrusfrüchte, Steinfrüchte oder tropische Früchte erinnern – ebenso an getrocknete oder reifere Fruchtnoten. Auch unterschiedliche Formen von Säure gehören zum sensorischen Profil eines Kakaos. Diese Eindrücke stammen aus der Bohne selbst und sind keine zugesetzten Aromen.

Floral & würzig

Manche Kakaos zeigen florale, kräuterige oder würzige Noten – von Blüten und Orangenblüte bis zu Gewürzen, Tabak, Holz oder Harz. Solche Nuancen können einem Kakao einen besonders feinen, hellen oder auch tief-würzigen Charakter verleihen.

Nuss & Karamell

Auch nussige und karamellige Aromen gehören zum Spektrum von Kakao. Sie können an Nussfleisch, geröstete Nüsse, Karamell oder Panela erinnern und einem Kakao Wärme, Süße und Tiefe verleihen. 

Balance & Finish

Ein außergewöhnlicher Kakao muss nicht möglichst viele Aromen gleichzeitig zeigen. Entscheidend ist, wie klar, ausgewogen und harmonisch die einzelnen Eindrücke zusammenspielen – und was im Nachgeschmack bleibt. Bei professioneller Bewertung spielen deshalb auch Komplexität, Harmonie und ein sauberes Finish eine wichtige Rolle.

FAQ

Häufige Fragen zu Specialty Cacao